
Neugierig stelle ich meinen Morgenkaffee ins Niemandsland und gestalte den Swing meines Lebens zwischen den Zeilen der Welt.
Mit diesem Mottosatz aus dem ZRM-Seminar mit Silke Weinig hat das Projekt Morgenkaffe angefangen. Als Erinnerungshilfe wollte ich ein Jahr lang täglich einen Tweet zu meinem Motto schreiben. Doro, meine Frau, hat dann die Idee mit dem Bild eingebracht. Nun poste ich also auf Instrgram, Twitter, Facebook und in diesem Blog ein Jahr lang täglich ein Bild von meinem Morgenkaffee.
Warum Niemandsland?
Aus meiner sicheren Warte stelle ich meinen Morgenkaffee ins Niemandsland: in Neuentdecktes, in von niemandem Beanspruchtes, zwischen die Fronten, ins Auge des Hurrikans. Ich erinnere mich dunkel an das bis 1967 geteilte Jerusalem, das ich als Kind mehrmals besucht habe. Ein Ruinenstreifen trennte den israelischen und den jordanischen Teil der Stadt. Dieses Niemandsland war für niemanden betretbar. Das Niemandsland besteht leider bis heute im Denken vieler Menschen in dieser Stadt und in Israel und Palästina. Mit meiner Neugierde stelle ich das Niemandsland in meinem eigenen Denken permanent in Frage. Ich hoffe, dass meine Kinder mich warnen, wenn sie den Eindruck haben, mit zunehmendem Alter fänden sich in meinem Denken zu viel Niemandsland.